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Spielecurriculum

Spielen bedeutet Lernen. Ab frühster Kindheit lernen Kinder im Spiel ihre Grenzen auszutesten, ihre Koordination zu verbessern und ihr motorischen Fähigkeiten auszuprobieren.

In der Schule können Spiele in allen Fächern helfen Lerninhalte auf motivierende Weise zu vermitteln oder zu festigen. Aber vor allem im Bereich der „Soft-Skills“ - Teamfähigkeit, Kommunikation, Kooperation, die im Zeitalter der Automatisierung und Digitalisierung an Bedeutung zunehmen, können kooperative Spielformen früh einen Beitrag zur Ausbildung nachhaltiger Kompetenzen leisten.

Verwendung dieses Wikis

Das Wiki kann jeder Nutzer / jede Nutzerin anders nutzen. Es kann einfach als eine Liste von kooperativen Spielen genutzt werden, oder über mehrere Schuljahre hinweg sukzessive zum Kompetenzaufbau genutzt werden.

Die Reihenfolge und zeitliche Aufteilung sollte als Vorschlag verstanden werden, der je nach Lerngruppe und auch Lehrpersonen variiert werden sollte.

Regeln

Regeln und Absprachen

Jahrgangsstufenübergreifend

Klasse 5: Kennenlernen und Vertrauen

In Klasse 5 geht es vor allem darum, dass die Schülerinnen und Schüler sich kennenlernen und ein „Wir“-Gefühl aufbauen. Die Klassengemeinschaft soll wachsen, die Kinder sollen sich als gleichwertige Partner sehen. Dazu gehört auch, Berührungsängste zwischen den Geschlechtern abzubauen.

Als zweiten Baustein sollen die Kinder lernen zusammenzuarbeiten und sich zu organisieren.

Insgesamt ergeben sich so pro Quartal andere Schwerpunkte.

Klasse 6: Die Klasse als Team

In Klasse 6 soll der Teamgedanke noch stärker in den Vordergrund rücken. Die Klasse soll Zusammenarbeit, um Probleme zu lösen. Es geht um echte Kooperation: Entweder alle „gewinnen“ gemeinsam, oder alle „verlieren“.

Teil dieser Spiele ist es, gemeinsam einen Plan zum Erfolg zu schmieden, den Plan zu reflektieren und ihn anzupassen, um sich im Laufe des Spiels zu verbessern.

Klasse 7: Miteinander - Gegeneinander

In Klasse 7 besteht hoffentlich schon eine gute Klassengemeinschaft, so dass der spielerische Schwerpunkt auf Wettkämpfe gelegt werden kann. Kleingruppen treten nun in Wissens-, Logik- oder Bewegungsspielen gegeneinander an.

Umsetzungshinweise

Die Spiele sind Vorschläge, um einen sukzessiven Aufbau von Kompetenzen zu vereinfachen. Je nach Klassensituation ist es notwendig, das Vorgehen anzupassen, zum Beispiel wenn nach der 5. Klasse noch keine gute Klassengemeinschaft entstanden ist.

Wichtig ist bei allen Spielen, dass immer wieder Raum zur Reflexion und Bewertung der Spiele eingeräumt wird. Gerade bei den Teamspielen der 6. Klasse ist dies wichtig und zum Teil auch Bestandteil des Spiels selbst.

Hinweise zur Spieleliste

Die Liste der Spiele ist als Vorschlag zu betrachten und erhebt keinerlei Anspruch an Vollständigkeit. Im Gegenteil, wir haben nur Spiele aufgenommen, die wir selber ausprobiert und für gut befunden haben. Jede Klassengruppe ist unterschiedlich und hat an anderen Dingen Spaß. Und darum geht es hier: Spiele sollen Spaß machen! Auch wenn manche Kinder etwas mehr Druck brauchen, im sich auf einige Spiele einzulassen, sollte niemand zu etwas gezwungen werden. Jedes Kind kann jederzeit aus einem Spiel aussteigen. (Gerade bei Berührungsspielen kann es vielfältige Gründe geben, an diesen nicht teilnehmen zu wollen.) Oftmals lassen sich für diese Kinder auch alternative Rollen finden, wie der Schieds- oder Punktrichter. Wichtig ist es, danach das Gespräch zu suchen und die Gründe zu klären.

Einige Spiele kommen mehrfach vor, weil sie sich für verschiedene Schwerpunkte eignen.

Über Vorschläge und Ergänzungen für weitere Spiele sind wir immer dankbar.