Lernpfad:LibreLogo für Fortgeschrittene/Verzweigungen
Wenn-Dann-Sonst
Manchmal möchte man, dass der Turtle unterschiedliche Formen zeichnet, je nachdem, ob bestimmte Bedingungen eingetreten sind (wahr sind), oder nicht. In diesen Fällen helfen Verzweigungen oder auch Bedingte Anweisungen genannt.
Der Aufbau ist in allen Programmiersprachen ähnlich:
WENN Bedingung
DANN Anweisungen falls Bedingung wahr
SONST Anweisungen falls Bedingung nicht wahr
Bedingungen
Bedingungen sind Aussagen, die entweder wahr oder falsch sind. Zum Beispiel könnte eine solche Aussage "es regnet" sein. Wenn du aus dem Fenster schaust kannst du feststellen, ob diese Aussage jetzt gerade wahr oder falsch ist.
In einer Programmiersprache wie LibreLogo könnte so eine Aussage zum Beispiel lauten "Der Turtle guckt gerade nach oben." oder "Dies ist das zehnte Mal, dass die Wiederholung ausgeführt wird.". Jede dieser Bedingungen kann wahr oder falsch sein.
Wenn-Dann Anweisung
Abhängig davon, ob eine Bedingung wahr oder falsch ist, kann der Turtle nun andere Anweisungen ausführen. Dazu schreibst du die Bedingung einfach hinter die WENN Anweisung und die Anweisungen einfach in eckige Klammern:
WENN Bedingung [ Dann-Anweisungen ]
Was Sonst
Soll es auch einen Sonst-Teil geben, dann werden die Anweisungen zwischen einem weiteren Paar eckiger Klammern ([] ergänzt.
WENN Bedingung [ Dann-Anweisungen ][ Sonst-Anweisungen ]
Kombination mit Wiederholungen
Die Wenn-Dann-Anweisung lässt sich auch super mit Wiederholungen kombinieren. Zum Beispiel könnte der Turtle bei jeder zweiten Wiederholung eine andere Drehung machen und so eine Zick-Zack-Linie laufen:
WDH 10 [
VOR 0,5cm
WENN ZÄHLER == 2 ODER ZÄHLER == 4 ODER ZÄHLER == 6 ODER ZÄHLER == 8 ODER ZÄHLER == 10 [
RE 20
] [
LI 20
]
]
ZÄHLER zählt, die wievielte Wiederholung der Anweisungen gerade ausgeführt wird. Näheres dazu findest du im Schritt Wiederholungen benutzen.